15.07.2026
Handbuch: Gärtnereien der Schweiz
Foto: Daniel Ganz, Zürich
Gärtnereien sind Sammlungen, Experimentierfelder und Laboratorien einer reichen Pflanzenwelt. Für uns Landschaftsarchitekt*innen gehören Pflanzen zum wichtigsten Arbeitsmaterial: Sie schaffen Atmosphäre, wirken sich angenehm auf das Klima aus, können ökologischen Mehrwert schaffen und zeigen uns den Wechsel der Jahreszeiten.
Nun liegt das neue Handbuch Nr. 11 `Gärtnereien der Schweiz` vor. Helin Can hat das Thema während ihrer Praktikumszeit vor rund einem Jahr erarbeitet. Dieses Handbuch hilft uns nun bei der Suche nach Pflanzen für projektspezifische Aufgaben und erleichtert uns den Zugang zu Gärtnereien und deren Sortiment. Denn Pflanzenverwendung ist anspruchsvoll und fordert uns Landschaftsarchitekt*innen immer wieder neu heraus. Für das Zusammentragen und Erstellen dieses Handbuchs gebührt unserer Landschaftsarchitektin Helin Can ein großes Dankeschön.
27.05.2026
Rechtzeitig im Mai gepflanzt
Foto: Daniel Ganz, Zürich Foto: Daniel Ganz, Zürich Skizze: Daniel Ganz, Zürich
Eine Anfrage für eine Ergänzungspflanzung in einem Garten von Eduard Neuenschwander ist ein nobles Privileg. Dies auch, weil das Haus und der Garten Olsen zu Neuenschwanders Erstlingswerken gehören. Bezüge zu seinem Lehrmeister Alvar Aalto in Finnland, dessen Atelier Neuenschwander vier Jahre vor Beginn des ersten Entwurfs für das Haus und den Garten verlassen hatte, sind augenfällig.
Der Garten ist mehrheitlich in seinem Originalzustand von 1959 erhalten. Neuenschwanders Pflanzenwahl ist bemerkenswert. Zukunftspflanzen wie Palmlilien (Yucca), Lorbeer (Laurus), Ginster (Cytisus), Mispeln (Mespilus), Bitterorangen (Poncirus) und andere prägen zusammen mit hohen Waldföhren den mediterran anmutenden Garten auf diesem Grundstück am Hang des Zürichbergs. Blickfang unserer Nachpflanzung ist ein rund sechs Meter hohes Prachtsexemplar einer Magnolie (Magnolia loebneri (x) `Merrill`), das uns vom Baumschulisten Urs Lüscher in einem Air-Pot vor wenigen Tagen geliefert und vom Gärtner Hans Behr gepflanzt wurde.
Ein Gestalter Lebenswerter Räume, Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 10.10.2913, S.19
04.05.2026
Ausstellung: Zürich, Dialoge zur Verdichtung
Zürich © chair Tom Avermaete, ETH Zürich
Wie lässt sich Zürich weiter verdichten, ohne dass dabei die städtische Qualität leidet? Und wie können jene öffentlichen Angebote, die die Stadt prägen und lebenswert machen, langfristig gesichert werden? `Dialoge zur Verdichtung / Dialogues on Densification` untersucht Szenarien, die sich diesen Fragen widmen. Rund 150 Studierende der Akademie für Architektur in Mendrisio suchten nach Lösungen, um bis zum Jahr 2040 zusätzlich 100.000 Menschen in der Stadt Zürich unterzubringen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass sich das Thema nicht nur auf das Wohnen beschränkt, sondern dass auch Infrastrukturen wie Fussgänger- und Fahrradverbindungen, gemeinschaftliche Dienstleistungen sowie mehr Grünraum für Parks und mehr Bäume erforderlich sind. Diese Ausstellung erweitert unseren Horizont als Landschaftsarchitekt*innen in jeder Beziehung, wenn es um die Arbeit im öffentlichen Raum unter der Prämisse einer verdichteten und gleichwohl lebenswerten Stadtentwicklung geht.
bis 25. Juni 2026
ZAZ BELLERIVE
Zentrum Architektur Zürich
Höschgasse 3
8008 Zürich
Mittwoch, Freitag bis Sonntag, 14-18 Uhr
Donnerstag, 14-20 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen
13.04.2026
Hamish Fulton — Nature & Walking
Galeristin Elsbeth Bisig und Hamish Fulton, Foto: Daniel Ganz, Zürich Eine Stunde rückwärts gehen über die Quaibrücke/ Zürich, Foto: Daniel Ganz Céline Eidenbenz im Gespräch mit Hamish Fulton, Foto: Daniel Ganz, Zürich
Hamish Fultons Werk ist tief in der Natur verwurzelt – in der menschlichen Natur ebenso wie in der Naturumgebung. Hamish Fultons künstlerisches Medium ist das Gehen – das Gehen als ein Akt der Wertschätzung.
` Walks are like clouds, they come and go. In the memory nowhere to be seen. Walking into the distance beyond imagination. When I say that ‘the walk is the art’, I simply mean that ‘the walk’, is my contribution to contemporary art.` (Hamish Fulton 2021).
Bei Fulton ist die Landschaft kein Objekt, sondern eine körperliche Erfahrung. Der Künstler versucht, diese Erfahrung fasslich zu machen, und lädt ein, sie ihm nachzuempfinden – in Form von grafischen Gestaltungen, von Wörtern, Fotografien und diversen Gegenständen.
Galerie Tschudi
Rämistrasse 5
8001 Zürich
01.04.2026
Eine Stunde rückwärts gehen mit Hamish Fulton
Hamish Fulton gründet seine Kunst auf Wanderungen, die er als «Wanderkünstler» unternimmt. Der Akt des Wanderns, die Erfahrung der Bewegung und die Beziehung zur Natur stehen im Mittelpunkt seiner künstlerischen Praxis.
Seit den 1990er Jahren initiiert Fulton «öffentliche Wanderungen» im urbanen Raum, zu denen interessierte Mitglieder der Öffentlichkeit eingeladen sind. Die Teilnehmer bewegen sich während eines definierten Zeitraums nach wenigen konzeptuellen Anweisungen des Künstlers.
Samstag, 11. April 2026
Treffpunkt: 15:30 Uhr Galerie Tschudi (Rämistrasse 5)
16:00 bis 17:00 Uhr
Künstlergespräch
Céline Eidenbenz im Gespräch mit Hamish Fulton
17:30 Uhr
Galerie Tschudi
Rämistrasse 5
8001 Zürich
23.03.2026
Pflanzarbeiten der letzten Bauetappe Kantonsspital Uri in Altdorf
Foto: Daniel Ganz, Zürich Paul Junker beim Auslegen der Pflanzen. Foto: Daniel Ganz, Zürich Josefin Bauer und Helin Can beim Pausieren. Foto: Daniel Ganz, Zürich Paul Junker, Josefin Bauer und Helin Can. Foto: Daniel Ganz, Zürich
In diesen Tagen konnten wir unter der Leitung unseres langjährigen Projektleiters Paul Junker und mit Hilfe der beiden Landschaftsarchitektinnen Helin Can und Josefin Bauer das Pflanzenmaterial für die letzte Bauetappe des Kantonsspitals Uri auslegen. Die Gärtner werden dieses in den nächsten Tagen, rechtzeitig vor dem Vegetationsaustrieb, pflanzen. Die neue Vegetation zusammen mit der bestehenden Pflanzung der früheren Bauetappen werden nun ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Wir sehen der frühjährlichen Vegetationsperiode mit Vorfreude entgegen, wenn sich bald die Blütenpracht in seiner vollen Wirkung zeigen wird und freuen uns nach einer über 10 jährigen Projektierungsphase den Spitalpark Altdorf der Öffentlichkeit übergeben zu dürfen.
16.03.2026
Heilpflanzengärten: Symposium des Netzwerkes Ethnobiologie Schweiz
Foto: Daniel Ganz, Zürich
Das Symposium sucht den Dialog zwischen Ethnobiolog*innen und Landschaftsarchitekt*innen. Unsere Landschaftsarchitektin Helin Can referiert zusammen mit Antonina Nikolic über einen ethnobotanischen Garten in Andorra den sie als experimentelle Entwurfsarbeit an der ETH Zürich vorlegten. Weitere Referent*innen sind Annemarie Bucher, Paola Sturla, Johannes Stoffler, Anaisa Garcia Ambrosy und Alice Lemma.
Samstag, 21. März 2026
10:00 bis 15:30 Uhr
Zimmer D 10.2
HIL Gebäude
ETH-Hönggerberg
Zürich
Programm
06.03.2026
1. Preis für das Wohnbauprojekt Pünt in Regensberg
© Filipo Bolognese Images
Ganz Landschaftsarchitekt*innen gewinnen im Team von den Zürcher Architekt*innen Stücheli Pestalozzi Schiratzki den zweistufigen Projektwettbewerb in Regensberg/ ZH.
Ein grosser Gemeinschaftsgarten bildet den neuen Auftakt der Wohnüberbauung Pünt und schafft gleichzeitig Identität für das Wohnen am Dorfrand. Eichenbäume markieren die Wege, die mit der ortstypischen Katzenkopfpflästerung ausgelegt sind und zu den Häusern führen. Ein kleiner Platz mit Nussbaum zwischen den Vorgärten verdeutlicht die Adressierung. Die privaten Gärten sind mit Feigen, Kakis, Rosen, Flieder und anderen Pflanzen bepflanzt und dienen als freundliche Visitenkarte für das Wohnen auf dem Lande. Die eingestreuten Hochstamm-Obstbäume im offenen Wiesland unterstreichen den ländlichen Charakter der nahen Umgebung. Der nahe Wald im Norden wird mit Einzelbäumen und Baumgruppen mit derselben Arten ergänzt. Der flachgründige Kalkboden verzahnt sich mit dem seltenen Ahorn- Sommerlindenwald und bietet kleinräumig mit seinen unterschiedlichen Standortbedingungen ideale Voraussetzungen für eine artenreiche Flora und Fauna. Steinschroppen erweitern die exponierten Felsfluren der Umgebung während Totholz das vielfältige Biotop bereichert.
29.01.2026
Judith Rohrer zieht Bilanz
Foto: Daniel Ganz, Zürich
Judith Rohrer hat die Schweizer Gartenlandschaften nachhaltig geprägt und der Gartendenkmalpflege wichtige Impulse verliehen. Nun zieht Judith Rohrer Bilanz der letzten 35 Jahre und präsentiert das Buch `Zürichs grüne Wunderkammern`. Das Buch gibt Einblick in historische Gärten als Orte lebendiger Stadtgeschichte und nimmt dabei die Entstehung und Entwicklung des Fachbereichs Gartendenkmalpflege unter die Lupe. Anhand verschiedener Gartenanlagen zeigt Judith Rohrer welche Themen in der Gartendenkmalpflege eine Rolle spielten. Auch Statements von Weggefährten kommen zu Wort.
Buchvernissage
Mittwoch, 4. Februar 2026, 16.00 Uhr
Begrüssung
Simone Brander, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich und Ingo Golz, stellvertretender Direktor Grün Stadt Zürich
Gewächshaus
Stadtgärtnerei Zürich
Sackzelg 25/27
20.01.2026
1. Preis für das Areal der Messehalle 3 in Basel
Waldgarten Familienhof Umgebungsplan
Ganz Landschaftsarchitekt*innen gewinnen im Team von Clauss Kahl Merz / Truwant+Rodet+ den zweistufigen Projektwettbewerb.
Ein lichter Waldgarten mit hochaufstrebenden Baumarten wie Waldföhren und Eichen prägt den Innenhof. Ohne Unterbauung kann sich hier eine „Wilderness” als Refugium und Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere etablieren. Ein Familienhof ist mit einem chaussierten Teppich ausgelegt und wird von gepflastertem Betonabbruch als Schwelle und Übergang zum Wohngebäude umrandet. Hier wird sich eine flache Spontanvegetation zwischen Ritzen, Fugen und der Chaussierung etablieren. Auf der ruhigen Seite des Hauses befinden sich die Pflanzgärten. Das Dachwasser wird in einem turmartigen Auffangbecken gesammelt und dient der Bewässerung. Das überschüssige Wasser wird durch einen Filter geleitet und gelangt schließlich zum Wassertisch mit Springbrunnen und eingelassenem Wasserbecken im Waldgarten des Hofes im Erdgeschoss. Das Restwasser wird den Waldpflanzen zugeführt, bevor es endgültig versickert.
Jurybericht
16.01.2026
Monty Don im Gespräch mit Roland Raderschall
BBC zeigt die Serie `Monty Don`s Rhineland Gardens`. Die erste Folge zeigt Gärten in der Schweiz und Deutschland. Monty Don besucht den MFO Park in Zürich und spricht darüber mit Roland Raderschall von raderschallpartner ag.
13.01.2026
Podiumsdiskussion mit Sophie von Schwerin in Berlin
Sophie von Schwerin diskutiert mit Clemens Alexander Wimmer, Jonathan Stimpfle und Lars Hopstock über aktuelle Forschungsergebnisse zur historischen Landschaftsarchitektur und deren Einfluss auf die Moderne. Der Fokus liegt dabei auf dem Staudenzüchter Karl Foerster (1874–1970) sowie den Landschaftsarchitekten Hermann Mattern (1902–1971), Leberecht Migge (1881–1935) und Søren Carl Theodor Marius Sørensen (1893–1979).
15. Januar 2026, 17:30–19:00 Uhr
Technische Universität Berlin
Café Planwirtschaft (A060)
Straße des 17. Juni 152
10623 Berlin
Programm
02.01.2026
Happy New Year!
Irchel Park, Zürich. Foto: Meherun Grenacher Ganz, Zürich
Ganz Landschaftsarchitekt*innen wünschen allen nur das Beste für 2026!