Am Zürichberg gelegen steht das Haus mit Garten umgeben von Villen, die mehrheitlich aus dem 20. Jahrhundert stammen. Die Gärten der nahen Umgebung sind gefasst von Zäunen oder Mauern. Die ehemalige Baulücke, über Jahrzehnte als Schafweide genutzt, dient heute als Wohn- und Rückzugsort der beiden Familien, die hier leben.
Die Gartenanlage reagiert durch Mauern, Treppen und unterschiedliche Ebenen auf die Hanglage des Grundstücks. Über eine erste Treppe steigt man zum unteren Gartenniveau; die hangseitige Stützmauer ist gleichzeitig Velokeller. Vor der Mauer liegt ein gemeinschaftlicher Sitzplatz mit Wasserbecken, in dem Seerosen wachsen. Inmitten des Platzes steht ein mehrstämmiger, schattenspendender Ahorn (Acer capillipes). Über den Rest der unteren Fläche breitet sich eine extensive und blumige Rasenfläche aus, die durch Hecken gefasst und strukturiert ist. So entstehen für die beiden Wohnparteien unterschiedlich intime Räume.
Wolkenförmig geschnittene Heckenkörper sind aus verschiedenen Arten wie Buchen (Fagus sylvatica), Kornellkirschen (Cornus mas) und Eiben (Taxus baccata) gepflanzt. Durch die Unterschiedlichkeit der Blattfarben und -strukturen entsteht ein ganzjährig attraktives Wechselspiel. Ein alter, bereits bestehender Kirschbaum bildet zusammen mit dem japanischen Ahorn und verschiedenartigen Magnolien differenzierte und abwechslungsreiche Fensterbilder, die beim Blick aus dem Haus sichtbar werden. Das artenreiche Staudenbeet im Nordwesten wird durch die Hausbesitzerin gepflegt und setzt einen leidenschaftlich gärtnerischen Akzent.

Bauherrschaft
Privat

Projektdaten
Projektierung 2005
Ausführung 2007–2008

Gesamtfläche
600m2

Architektur
Hauenstein La Roche Schedler Architekten, Zürich

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