Das neu erstellte Wohnhaus entspricht typologisch dem traditionellen Appenzeller Bauernhaus mit Kreuzfirst. Das Haus liegt eingebettet in der hügeligen, voralpinen Landschaft zwischen Alpstein und Bodensee. Es wird als Wohn- und Rückzugsort genutzt. Die typische Kulturlandschaft als Identitätsträger des Appenzellerlandes ist im hier vorgefundenen bäurischen Umfeld noch weitgehend intakt. Das Zusammenspiel von Haus und umfliessendem Wiesland charakterisiert das einzigartige Landschaftsbild des Appenzellerlandes, in dem Gärten mehrheitlich fehlen.
Ein präzis gesetzter Geländeschnitt in den vorgefundenen Sandsteinfels an der Nordseite des Hauses erschliesst das Haus und schafft Raum für einen kleinen Sitzplatz im Westen. Durch den Schnitt werden die Schichten des Sandsteines sichtbar. So ist auch die Verwendung von regionalem Rorschacher Sandstein die logische Konsequenz dieser Intervention. Unter Anleitung des Künstlers Piero Maspoli wurde ein schottisch verlegter Steinbelag realisiert. Vom Sitzplatz führt der Blick zum neu gepflanzten Apfelbaum im Wiesland und weiter über die landwirtschaftlich geprägte Hügellandschaft. In der umliegenden Wiese blühen kleine, gelbe Narzissen, die nach einem langen Winter den Frühling einläuten.

Bauherrschaft
Privat

Projektdaten
Projektierung 2012
Ausführung Umgebung 2012–2013

Leistungen
Projektierung und Gestalterische Leitung

Gesamtfläche
rund 1’030m2

Künstler
Piero Maspoli, Schlieren

Architektur
Frehner Holzbau AG, Gais

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