Wir führen unsere Projekte in einem Archiv zusammen. Ein Archivgut besteht aus Schriftstücken, Akten, Karten, Plänen, Bild-, Film- und Tonmaterialien sowie sonstigen, auch elektronisch gespeicherten Informationen, die einen bleibenden Wert besitzen. Unser Gartenarchiv beinhaltet vor allem Plan- und Bildmaterial aus unserer Tätigkeit als Landschaftsarchitekten der letzten 25 Jahre. 

Projekte

Dachlandschaften & Vertikale Gärten

Gartenhöfe

Plätze

Landschaftsräume

Der Garten: Studio Tom Emerson, ETHZ

Ein Garten, hortus conclusus, ist ein umzäuntes Stück Land. Die Sehnsucht, ein Paradies zu schaffen, gehört zum Menschsein und kann besonders im Garten gestillt werden. Die besten Gärten entstehen wenn sich die Absicht des Gärtners und die Eigendynamik der Natur begegnen. Der Garten als Symbol des Lebens, als Metapher des Wachsens und des Sterbens offenbart sich als offenes Lexikon. Gärten erzählen Geschichten und drücken eine Lebenshaltung aus. Der Garten kann als Ordnung der Seele betrachtet werden.

 

Claude Lorrain (1600-1682)

Die Gartenlandschaft ist die wörtliche Umkehrung eines Landschaftsgartens, wie dieser in England im 18. Jahrhundert entstanden ist. Ein Garten ohne Umzäunung ist Landschaft, jedoch auch Kulturlandschaft da er immer auch durch die Bewirtschaftung von Menschen gestaltet wird. Die landschaftlichen Elemente bilden das Repertoire (Topografie, Bäume, Baumgruppen, Sträucher, Stauden, Wasserlauf usw.), die die ‹freie Natur› zu einer stimmigen Gartenlandschaft vermählen.

 

Burle Marx: Dachgarten Banco Safra, Sao Paulo, 1983

Dachlandschaften, aber auch vertikale Gärten zeichnen sich durch ihre exponierte Lage aus indem sie der Sonneneinstrahlung aber auch den Temperaturen, dem Wind und Wetter ausgesetzt sind. Es sind in sich geschlossene, künstliche Landschaften, zum Teil begehbar und meistens nur bedingt einsehbar.

 

Babur`s Garten

Ein Gartenhof ist allseitig begrenzt. Ähnlich eines Gefässes wird ein Gartenstück von Mauern umgeben. Es beherbergt eine in sich geschlossene eigene Welt. Der Gartenhof wird zum intimen, voyeuristisch inszenierten Ort, hermetisch abgeschirmt gegen die Aussenwelt.

 

Plätze sind Orte der Begegnung. Sie sind die Bühne zwischenmenschlicher Kontakte – res publica – eine öffentliche Angelegenheit! Ruhige und auch dynamische Räume wechseln sich stetig ab.

 

Im Landschaftsraum vermählen sich die Bestandteile der Landesnatur (Relief, Boden, Klima und Vegetation) mit der vorherrschenden Nutzung durch den Menschen als Kulturlandschaft zu einem Gesamtcharakter unterschiedlicher Grösse. Diese, teils naturbelassenen, teils stark kulturell überformten Landschaftsräume gilt es zu erfassen, zu beschreiben und behutsam zu entwickeln ohne ihre Synergie zwischen Kultur und Natur zu stören.