Im gartendenkmalpflegerisch bedeutsamen Zürcher Neumünsterquartier gelegen, erlebt der Garten Signau eine Renaissance. In den 1980er Jahren zu einem funktionalen Parkplatz umgewandelt, orientiert sich der neu interpretierte Entwurf für den Garten an den ursprünglichen Plänen. Diese gehen zurück auf den Gartenarchitekten Gustav Ammann und seine Schaffensperiode bei der Zürcher Gartenbaufirma Otto Froebels Erben.

Die bestehende Gehölzkulisse der Gartenränder bildet mit dem schmiedeeisernen, historischen Zaun den Rahmen des Gartens. Der Zugang von der Signaustrasse erfolgt über einen Treppenaufgang in den Vorgarten, der von einzelnen Blütensträuchern wie Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis), Zimtröschenstrauch (Philadelphus coronarius) und Aukuba (Aucuba japonica) geprägt ist. Ein chaussierter Rundweg führt entlang blumiger Rabatten, ausgepflanzt mit Pfingstrosen, Anemonen, Farnen und Gräsern um das Haus zum neuen Gartenteil mit dem grosszügigen Aufenthaltsbereich.

Neu formt eine rechteckige Rasenfläche die Gartenmitte. Sie wird gefasst von einem Irisbeet und einer Staudenrabatte, die die Rasenfläche an zwei Seiten vegetativ rahmen. Ein neues Wasserbecken auf der dritten Seite bildet den baulichen Abschluss. Die hauszugewandte Seite des Rasenparterres breitet sich wie ein Teppich vor dem Gebäude aus. Zahlreiche Zwiebeln der Tulpen, Krokusse und Narzissen entfachen jeweils im Frühling ein überwältigendes Blütenfeuerwerk.

 

Bauherrschaft
Signau House AG, Zürich

Projektdaten
Studienauftrag 2016, 1. Preis
Projektierung 2016-2017
Ausführung 2017-2018

Gesamtfläche
ca. 1‘400m2

Architektur
Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten AG Zürich