Die schöne Aussicht auf den Zürichsee, auf die sanfte Hügelkette des Albis mit dem Üetliberg und auf die Alpen sowie die gute Besonnung des Hanges machten die Gegend zu einer guten Wohnlage und attraktiv für vermögende Bauherrschaften. Diese Bautätigkeit wandelte das ländliche Hottingen in ein bis an den Waldrand bebautes Stadtquartier mit einer lockeren, durchgrünten Struktur. Das Wohnquartier wurde typischerweise in einer lockeren Folge von unterschiedlichen, vornehmen Stadtvillen mit grossen Gärten bebaut. Die Häuser folgen dabei dem Strassenverlauf, sind aber von der Strasse zurückversetzt, sodass sie allseitig vom Garten umgeben sind. Die Vegetation der privaten Gärten wird damit zu einem quartierprägenden Element.

Mit dem Bau des Hauses 1925 wurde die Gartenanlage als Ensemble erstellt. Der Garten wurde zur Zeit des Architekturgartenstils angelegt und folgt dessen Gestaltungsgrundsätzen, die auf geometrischen Formen beruhen. Die Gartengestalter Gebrüder Mertens verfeinerten die durch unterschiedliche Terrassen geprägten Gartenräume der Architekten und entwickelten sie weiter. Der Garten wurde - den Wohnräumen im Haus gleich - in grüne Räume aufgeteilt. Er ist eine Erweiterung des Hauses.

Gutachten
2016

Ort
Zürich-Hottingen